Was die Fruchtbarkeit beeinflußt

Alkohol
Noch immer sind sich die Experten nicht einig, wie groß der Einfluss von Alkohol auf die weibliche Fruchtbarkeit tatsächlich ist. Ein starker Alkoholgenuss steht im Verdacht, Menstruationsbeschwerden und Störungen des Eisprungs zu begünstigen. Das Gläschen Wein oder Bier zum Essen hat jedoch vermutlich keine negativen Folgen. Klarer sieht die Beweislage bei den Herren der Schöpfung aus. Sie sollten es bei höchstens einem halben Liter Bier oder Wein am Tag belassen, da sonst die Spermiendichte und Samenqualität leiden können.

Alter
Biologisch gesehen ist die Aussicht auf eine Schwangerschaft für Frauen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren am höchsten. Nach dem 30. Lebensjahr dauert es statistisch länger, bis es mit dem Wunschkind klappt. Ab dem 40. Lebensjahr verringern sich die Chancen noch weiter, denn in diesem Alter kann es häufiger passieren, dass der Eisprung ausbleibt. Auch das Risiko einer Fehlgeburt steigt an.

Akupunktur
Die traditionelle chinesische Heilmethode wird in immer mehr Arztpraxen angeboten und etabliert sich zunehmend auch bei der Kinderwunschbehandlung. Während die feinen Nadeln bei Frauen die Produktion jener Hormone anregen sollen, die wichtig für die Eireifung sind, dürfen sich Männer nach einigen Akupunktur-Sitzungen über beweglichere Spermien freuen.

Chlamydien
Eine Chlamydien-Infektion kann den Kinderwunsch ernsthaft gefährden. Experten schätzen sogar, dass sie für die Hälfte aller Fälle von Unfruchtbarkeit verantwortlich ist. Schuld ist das Bakterium 'Chlamydia trachomatis', das vorzugsweise durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen wird.
Bei mehr als der Hälfte aller infizierten Frauen und Männer zeigen sich keine Symptome. Mitunter verrät sich die Infektion durch Probleme beim Wasserlassen und eitrig-gelben Ausfluss. Sollten Frauen und Männer solche Beschwerden bei sich feststellen, sollten sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Denn durch eine rechtzeitige Therapie mit Antibiotika kann der der Erreger gestoppt werden, bevor Folgeschäden entstehen können. Betroffene sollten außerdem sofort ihre Partner informieren, damit auch sie sich behandeln lassen können.

Ernährung
Damit unser Körper reibungslos funktionieren kann, muss er kontinuierlich mit Energie, Nährstoffen sowie Vitaminen und Mineralstoffen versorgt werden. Und die stecken vorzugsweise in naturbelassenen Nahrungsmitteln wie Gemüse, Obst, Vollkorn- produkten, magerem Fleisch, Fisch und Milch. Industriell verarbeitete Produkten wie Fertigmahlzeiten und Konserven sind hingegen relativ nährstoffarm und sollten daher eher selten auf dem Speiseplan stehen.

Folsäure
Folsäure ist einer der wichtigsten Verbündeten für Pärchen mit Kinderwunsch. Denn das Vitamin kann nicht nur die Fruchtbarkeit erhöhen, sondern ist außerdem unentbehrlich für die gesunde neuronale Entwicklung des Embryos.
Neuere Studien konnten belegen, dass auch die Herren der Schöpfung von einer Einnahme von Folsäure-Präparaten profitieren. So zeigten Männer, die ausreichend mit Folsäure versorgt waren, eine bessere Samenqualität und weniger Chromosomen- defekte als ihre weniger gut versorgten Geschlechtsgenossen.

Gewicht
Starkes Übergewicht kann das hormonelle Gleichgewicht bei der Frau durcheinander- bringen und Zyklusstörungen verursachen. Doch auch Untergewicht beeinflusst die Fruchtbarkeit. So drohen Frauen, die zu wenig auf die Waage bringen, Zyklus- störungen sowie Zyklen ohne Eisprung. Die besten Erfolgsaussichten auf Nachwuchs haben Frauen, denen es gelingt, ihr Gewicht zu normalisieren. Das gleiche gilt übrigens auch für die Herren der Schöpfung, denn auch bei ihnen kann ein höherer als der empfohlene BMI Fruchtbarkeitsprobleme mit sich bringen.

Gleitcreme
Vorsicht bei Gleitcremes auf Ölbasis. Sie können das Scheiden-Millieu verändern und die Beweglichkeit der Spermien verringern.

Geschlechtskrankheiten
Geschlechtskrankheiten wie Chlamydien, Syphilis und Tripper werden durch Bakterien, Viren oder Pilze ausgelöst und können unbehandelt großen Schaden anrichten. Besonders gefährlich wird es, wenn die Infektion ohne Symptome verläuft. Dann nämlich haben die Erreger leichtes Spiel und können dauerhaft die Schleimhaut der Eileiter beschädigen. Schon beim kleinsten Verdacht auf eine Geschlechts- krankheit sollten sich daher beide Partner umgehend von einem Arzt untersuchen und gegebenenfalls behandeln lassen.

Hitze
Hitze und Spermien sind nicht das beste Team. So haben Männer, die gern sehr heiß baden, unter Umständen ein erhöhtes Risiko für Unfruchtbarkeit. Das gleiche gilt für all jene, die ihrem Hoden durch zu enge Jeans oder intensiven Radsport zu stark einheizen.

Homöopathie
Homöopathie kann nachweislich dazu beitragen, innere Spannung abzubauen und die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen. Diese Effekte wiederum können dazu beitragen, dass Paare schneller schwanger werden.
Eine Übersicht mit Therapeuten in Ihrer Nähe finden Sie über die Deutsche Gesellschaft für Klassische Homöopathie: www.dgkh-homoeopathie.de

Hormontherapie
Eine Störung des Hormonhaushaltes kann weitreichende Folgen haben. Bei Männern kann sich ein Hormonmangel in einer Unterfunktion der Hoden niederschlagen. Frauen mit Fehlfunktionen der Schilddrüse wiederum kämpfen häufiger mit einer gestörten Eizellreifung und unregelmäßigen Eisprüngen. Eine Hormontherapie kann gerade bei Frauen mit hormonellen Störungen sinnvoll sein. Sie kann einen vorliegenden Mangel ausgleichen und abhängig vom Wirkstoff Eizellreifung und Eisprung anregen.

Kaffee
Mehrere Studien belegen, dass ein vermehrter Koffeingenuss mit einer verminderten Fruchtbarkeit von Mann und Frau einhergehen kann. Auf die Tasse Kaffee am Morgen muss dennoch niemand verzichten. Männer können sogar von einem mäßigen Koffein-Konsum profitieren. So weisen einige Studien darauf hin, dass der Koffeingehalt einer Tasse Kaffee die Aktivität der Samenzellen erhöhen kann. Wer es jedoch nicht bei einer Tasse des dunklen Gebräus belassen kann, sollte auf entkoffeinierten Kaffee umsteigen.

Medikamente
Einige Medikamente können sich negativ auf den Hormonhaushalt auswirken und die Fruchtbarkeit verringern. Paare, die schwanger werden wollen, sollten daher mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt besprechen, welche Medikamente unbedenklich sind.

Myome
Myome gutartige Veränderungen der Gebärmutter. Im Normalfall haben sie keinen Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden. Liegen sie jedoch sehr ungünstig, können sie die Durchgängigkeit des Eileiters beeinträchtigen oder verhindern, dass sich das befruchtete Ei in die Gebärmutterschleimhaut einnistet. In diesem Fall wird das Myom durch einen kleinen, minimalinvasiven Eingriff entfernt.

Pille
Während einige Frauen direkt nach dem Absetzen der Anti-Baby-Pille schwanger werden, müssen andere Frauen länger auf ihr Wunschkind warten. Die Sorge, dass eine langjährige Pilleneinnahme dem Kinderwunsch dauerhaft im Weg stehen kann, ist jedoch völlig unbegründet. Bei manchen Frauen dauert es einfach einige Zyklen, bis das hormonelle Gleichgewicht des Körper wiederhergestellt ist.

Pflanzliche Heilmittel
Zaubern können auch die Wirkstoffe aus dem Kräutergarten nicht. Dennoch kann so manches Kraut das Hormonsystem stimulieren, einen gesunden Zyklus unterstützen, beim Stressabbau helfen und auf diesem Weg die Fruchtbarkeit auf sanfte Weise ankurbeln.

Beispiele:
Frauenkraut regt den Eisprung und die Produktion des Gelbkörperhormons an.
Beifuß wird ein positiver Einfluss auf Zyklusstörungen zugeschrieben.
Rotklee unterstützt auf sanfte Weise den Hormonhaushalt.
Falsches Einkorn kann die Follikelreifung anregen und beeinflusst außerdem die Produktion von Geschlechtshormonen.
Mönchspfeffer heißt der Wirkstoff zahlreicher Präparate, die bei Zyklusstörungen und Menstruationsbeschwerden eingesetzt werden.
Himbeerblätter können das hormonelle Gleichgewicht unterstützten und Menstruationsbeschwerden lindern.

Schilddrüse
Schilddrüsenhormone haben einen direkten Einfluss auf die weibliche Fruchtbarkeit. So drohen bei einer Unterfunktion oder Überfunktion Störungen des Hormonhaltes, Zyklusschwankungen und sogar Zyklen ohne Eisprung.
Da auch bei Männern Schilddrüsenhormone und Sexualhormone wechselwirken, sollten beide Partner ihre Schilddrüsenfunktion testen lassen, wenn sich das Wunschkind partout nicht einstellen will.

Schwermetalle
Schwermetalle wie Cadmium und Quecksilber können die Fruchtbarkeit herabsetzen. Frauen und Männer, die beruflich mit entsprechenden Substanzen zu tun haben, sollten daher bei einem Kinderwunsch eine mögliche Anreicherung von Schwer-metallen in ihrem Körper testen lassen.

Sperma
Wenn es mit dem Wunschkind einfach nicht klappen will, sollten Männer im Zuge der Ursachenforschung die Qualität ihres Spermas überprüfen lassen. Anhand eines sogenannten Spermiogramms testet der Arzt das Ejakulat auf Faktoren wie Konzentration, Vitalität, Morphologie und Beweglichkeit der Spermien. Seit wenigen Jahren gibt es außerdem die Möglichkeit, die Samenqualität in den eigenen vier Wänden zu testen. Da die bislang erhältlichen Schnelltests jedoch nur einen Teil der nötigen Ergebnisse liefern, sind sie kein Ersatz für ein Spermiogramm.

Sport
Regelmäßiges, maßvolles Training zahlt sich für die körperliche Gesundheit und das Wohlbefinden aus. Außerdem hilft der sportliche Körpereinsatz beim Abbau von Stress und trüber Laune und verbessert damit auch die Aussichten auf das ersehnte Wunschkind.

Stress
Stress durch großen Druck am Arbeitsplatz oder starke familiäre und psychische Belastungen mindert nicht nur das sexuelle Verlangen, sondern schlägt sich außerdem in einer verminderten Fortpflanzungsfähigkeit nieder.
Frauen, die ungewohnt starken Belastungen ausgesetzt sind, haben mitunter unregelmäßige Blutungen oder Zyklen ohne Eisprung. Bei Männern wiederum kann eine ungewohnt aufreibende Lebenssituation Störungen der Samenproduktion zur Folge haben.oduktionn Samenproduktion zur Folge haben.

Tabak
Rauchen beeinträchtigt die Fruchtbarkeit von Frau und Mann gleichermaßen. Während die gesundheitsschädliche Unsitte bei Frauen Menstruationsstörungen begünstigt und obendrein die Wahrscheinlichkeit von Schwangerschaftskomplikationen erhöht, kann der Griff zum Glimmstängel bei Männern die Spermien-Anzahl und -Beweglichkeit verringern.

Timing
Der Kindersegen kann sich einstellen, wenn flinke Spermien auf eine befruchtungs- fähige Eizelle treffen. Für dieses Rendezvous bleiben den Spermien jedoch nur wenige Tage im Monat. Der optimale Zeitpunkt für den Geschlechtsverkehr beginnt zwei Tage vor dem Eisprung und endet einen Tag danach. Zur Berechnung des Eisprungs können sich Paare an folgender Faustregel orientieren: In einem 28-Tage-Zyklus liegt die günstigste Zeit für eine Empfängnis zwischen dem neunten und dem 16. Zyklustag. Paare, die es ganz sicher wissen wollen, sollten den Eisprung mithilfe eines Ovulationstests oder eines Zykluscomputers bestimmen.

Umweltgifte
Verschiedene Umweltgifte, darunter Schaumstoffe, Farben, Lacke und Reinigungs- mittel, stehen im Verdacht, Hormonstörungen zu begünstigen. Gerade Paare mit Kinderwunsch sollten also beim nächsten Einkauf darauf achten, nur umweltschonend hergestellte Haushaltsgeräte, Kleidung und Möbeln in den Einkaufswagen zu laden.

Vitamin C
Eine Ernährung, die reich an Vitamin C ist, wird laut Studien mit einer besonders guten Spermienqualität belohnt. Gerade Männer mit Kinderwunsch sollten daher bei jedem Einkauf einen Abstecher in die Obst- und Gemüseabteilung ihres Supermarktes machen und sich Vitaminbomben wie Paprika, Kiwis, Zitrusfrüchte, Brokkoli und Sanddorn schmecken lassen.

Vollmilchprodukte
Eine gute Nachricht für alle Naschkatzen: Milchprodukte mit hohem Fettgehalt können laut einer Studie die Aussichten auf den Kindersegen erhöhen. Frauen mit Kinderwunsch und ohne Gewichtsprobleme sollten sich also hin und wieder ohne schlechtes Gewissen das leckere Cremeeis oder einen Sahnejoghurt gönnen und Magerquark und andere kalorienreduzierte Milchprodukte links liegen lassen.

Weichmacher
Weichmacher umgeben uns überall, denn sie stecken in zahlreichen Plastikprodukten wie Verpackungen, Armaturen und Haushaltsgeräten. Das gefährliche am begehrten Allrounder aus dem Chemiebaukasten: Weichmacher können im Körper eine ähnliche Wirkung entfalten wie das natürliche weibliche Hormon Östrogen und die männliche Fruchtbarkeit gefährden.

Yoga
Yoga verspricht Entspannung pur. Denn nach einer Stunde der Tiefenatmung und Übungen wie der Kobra, dem großem Dreieck und der Heuschrecke gehören Stress, Alltagssorgen und Verspannungen unweigerlich der Vergangenheit an.
Spätestens seit dem Siegeszug von Hormonyoga haben auch Paare, die schwanger werden wollen, einen Grund, sich in die Reihe der überzeugten Nachwuchs-Yogis einzureihen. Der Grund: Der Schwerpunkt dieser besonderen Yoga-Art liegt auf Körperhaltungen und Übungen, die die hormonelle Balance verbessern und die Keimdrüsen stimulieren. Als weitere Pluspunkte beschert das Training eine starke Beckenbodenmuskulatur und einen regen Stoffwechsel.

Zink
Männer mit Kinderwunsch sollten einmal mehr zuschlagen bei zinkreichen Lebens- mitteln wie Rindfleisch, Meeresfrüchten, Fischen und Weizenkeimen. Der Grund: Bereits ein leichter Mangel an Zink kann den Testosteronspiegel senken und das Samenvolumen verringern.