Die Empfängnis

Die Lebensdauer der Samenzellen kann bis zu 5 Tagen betragen, in seltenen Fällen sogar länger. Die Samenzellen des Mannes können daher unter optimalen Bedingungen bis zu 5 Tage im Körper der Frau befruchtungsfähig überleben und auf den Eisprung warten.
Die Samenzellen wandern nach dem Geschlechtsverkehr umgeben von Zervixflüssigkeit in die schützende Gebärmutter und dann bis ins äußere Ende der Eileiter, denn dies ist der Ort der möglichen Befruchtung. Hier warten sie auf die Eizelle. Mehrere Millionen Spermien gelangen beim Samenerguss des Mannes in die Scheide und machen sich sofort auf die Reise in das Innere der Frau. Finden sie gute Bedingungen vor, dann dauert es nur wenige Minuten, bis die ersten Samenzellen den Muttermund passieren und Einzug in die Gebärmutter halten. Einige der Samenzellen machen sich nun auf den Weg in den Eileiter, unterstützt durch die rhythmischen Kontraktionen der Gebärmutter. Die übrigen Samenzellen machen es sich vorläufig in den kuscheligen Falten der Gebärmutterschleimhaut bequem und beginnen erst einige Zeit später ihre Reise in den Eileiter. Nach und nach kommt so eine grosse Zahl an Samenzellen im Eileiter an.
Dauert es bis zum Eisprung noch eine Weile, so warten die Samenzellen geduldig auf die Eizelle - sie können bis zu 5 Tage warten.
Meistens gelingt es mehreren Dutzend Spermien gleichzeitig die schützende Schale der Eizelle zu durchdringen - aber nur ein einziges Spermium dringt letztendlich in die Eizelle ein. Seine Zellmembran verschmilzt schließlich mit der Zellmembran der Eizelle. Direkt nach diesem Vorgang verhärtet sich die Zellmembran der Eizelle, so dass kein weiteres Spermium eindringen kann.

Junge oder ein Mädchen?
Das eingedrungene Spermium ist ausschlaggebend, ob ein Junge oder ein Mädchen entsteht. Bringt es als Geschlechtschromosom ein X-Chromosom mit, so entsteht ein Mädchen. Bei einem Y-Chromosom entwickelt sich ein Junge.
Die wenigsten Paare setzen sich vor ihrem Kinderwunsch mit ihrer Fruchtbarkeit und dem Fortpflanzungsmechanismus auseinander und die hochsicheren hormonellen Verhütungsmethoden erlauben uns diese Bequemlichkeit. Aus diesem Grund ist das Wissen um die unterschiedlichen Zyklusphasen, die fruchtbaren Tage und den Eisprung, gering.