Müdigkeit

In den ersten Monaten haben viele Schwangere ein unbezwingbares Schlafbedürfnis. Das ist absolut normal, denn der weibliche Körper muss während der gesamten Schwangerschaft eine große Umstellung bewältigen. Außerdem steigt der Progesteronspiegel besonders am Anfang der Schwangerschaft rasant an. Und Progesteron,das berühmte Schwangerschaftshormon,hat eine stark einschläfernde Wirkung

Das können Sie tun
Gegen die normale Schwangerschaftsmüdigkeit sollten Sie nicht ankämpfen. Vielleicht ist es einfach ein deutliches Signal des Körpers, der einfach kürzer treten möchte? Wenn es irgendwie möglich ist, sollten sich Schwangere so oft wie möglich einen kleinen Moment hinlegen. Längere Mittagspausen und Spaziergänge an der frischen Luft helfen. Wer zu Hause kleine Kinder betreut, sollte deren Mittagsschlaf unbedingt ebenfalls zu einer Pause nutzen und eventuell den Partner oder Freunde und Verwandte darum bitten, kleine Auszeiten zu ermöglichen.
Da die Hormone die Müdigkeit auslösen, ist ständige Ruhe übrigens keine Lösung. Im Gegenteil, zuviel Schonung könnte zu noch mehr Schlappheit führen.

Tipps bei Müdigkeit in der Schwangerschaft

  • Möglichst viele Pausen machen
  • Stress möglichst vermeiden
  • Viel Bewegung an der frischen Luft
  • Schwimmen ist ein idealer Sport für Schwangere
  • Zwischenmahlzeiten einführen
  • Auf Koffein verzichten - zuviel Koffein schadet dem Baby
  • Reichlich trinken - Hebammen empfehlen 2½ Liter am Tag

Stimmungsschwankungen

Gefühle und Hormone
Die Hormone
, die von den endokrinen Drüsen ausgeschüttet werden, erreichen während der Schwangerschaft Spitzenwerte. Manche dieser körpereigenen Substanzen wirken sich auch auf Ihre Stimmung aus. Adrenalin kann Stress oder Nervosität hervorrufen. Endorphine lösen eher einen Wohlfühleffekt aus. Das Powerhormon Kortisol und das Milchhormon Prolaktin sind für den Körper regelrechte Dopingmittel. Auch Östrogene haben eine aufputschende Wirkung. Diese ganzen Energiespender prallen auf das müdigkeitsfördernde Hormon Progesteron.
Die Hormone stehen in Wechselwirkung zueinander und ergeben dadurch ein Ungleichgewicht und damit ein chemisches Klima, das spontane Stimmungsschwankungen auslösen kann. Von Himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt, kann ein wahres Wechselbad der Gefühle auftreten: hypersensibel, euphorisch, gestresst, besorgt oder deprimiert. Diese Emotionen können plötzlich und sehr ausgeprägt aus der Form geraten.


Das können Sie tun

Versuchen Sie Ihren Zustand zu akzeptieren. Gegen die Schwankungen Ihrer Hormone sind Sie machtlos. Sich zu öffnen und darüber zu reden ist die beste Medizin. Optimalerweise natürlich mit Ihrem Partner, aber vielleicht fühlt auch er sich mit der neuen Situation überfordert. Dann versuchen Sie sich Familienmitgliedern und Freunden mit eigenen Kindern anzuvertrauen, sie werden das am besten verstehen. Auch Ihr Frauenarzt ,Ihre Hebamme und auch Ihre Mutter und Kind Apotheke sind für Sie da und werden Sie unterstützen. Mit Ratschlägen und eventuell mit Homöopathie. Versuchen Sie sich abzulenken, z.B. durch Wellnesstage, Friseur, Nagelstudio und dergleichen. Oder verbringen sie den ein oder anderen schönen Abend mit Ihrem Partner. Gehen Sie nach draußen, starten Sie Unternehmungen. Ziehen Sie sich nicht zurück.
Halten Sie sich immer wieder vor Augen, dass das in diesem Zustand normal ist. Jede werdende Mutter kann betroffen sein, auch Frauen die schon evtl. schon Kinder haben. Selbst Schwangere, die sich absolut auf ihr Wunschkind freuen, haben plötzliche Tiefs. Das liegt in der Natur der Sache, versuchen Sie diese vergängliche Zeit zu genießen. Und schon bald können Sie Ihren kleinen Schatz im Arm halten.