Hämorrhoiden

Was sind Hämorrhoiden?

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Der menschliche Darm ist in verschiedene Teile aufgeteilt. Er reicht vom Dünndarm über den Dickdarm in den Mastdarm und endet im After. Beim Übergang vom Mastdarm in den After befindet sich ein kreisförmiges Gefäßpolster, das auch als Hämorrhoidal-Schwellkörper bezeichnet wird. Dieses unterstützt den Schließmuskel des Afters in seiner Funktion und bietet eine zusätzliche Abdichtung des Analkanals.

Wenn dieses System gestört, oder der Blutfluss behindert wird, kann sich das Gefäßpolster vergrößern. Dieser Zustand wird als Hämorrhoiden oder Hämorrhoidalleiden bezeichnet.

Schwangerschaft und Hämmorrhoiden

Während der Schwangerschaft können durch hormonelle Umstellung und Gewichtszunahme, Bindegewebe und Blutgefäße einer schwangeren Frau besonders stark belastet werden. Die rasche Gewichtszunahme, die Wassereinlagerung im Gewebe und die zunehmende Unbeweglichkeit im Laufe einer Schwangerschaft können den Blutrückfluss in den Gefäßen beeinträchtigen.
Auch die Durchblutung des Darms kann davon betroffen sein. Die wachsende Gebärmutter engt den Darm ein, was zu Blutstauungen in den Gefäßen des Enddarms führen kann. Die Folge ist häufig eine verlangsamte Darmtätigkeit und Verstopfung. Dadurch vergrößert sich während einer Schwangerschaft das Risiko, Hämorrhoiden auszubilden. Hämorrhoiden sind während einer Schwangerschaft nicht selten, bilden sich jedoch in den meisten Fällen nach der Geburt schnell zurück.
Doch gerade in den Wochen vor dem Geburtstermin können Hämorrhoiden extrem unangenehm sein. Juckreiz und Schmerzen beim Toilettengang zählen zu den Symptomen. Eine ballaststoffreiche Ernährung kann zur Vorbeugung ratsam sein. Ein relativ hoher Anteil an Ballaststoffen in der Nahrung regt die Darmtätigkeit an und kann somit Verstopfung vorbeugen. Zudem ist die Aufnahme von reichlich Flüssigkeit förderlich für eine gute Verdauung. Vor allem Tees zur Unterstützung der Darmtätigkeit sind hier günstig.

Gymnastik hält den Darm auf Trab

Schwangerschaftsgymnastik ist nicht nur eine gute Vorbereitung auf die Anforderungen einer bevorstehenden Geburt, sie wirkt sich auch günstig auf zahlreiche Körperfunktionen aus, die in der Schwangerschaft eingeschränkt sein können, und fördert so das allgemeine Wohlbefinden. Regelmäßige Bewegung unterstützt auch die Darmtätigkeit und kann eine gut funktionierende Verdauung während der Schwangerschaft gewährleisten. Übermäßige Belastungen vor allem im letzten Schwangerschaftsdrittel sollten jedoch vermieden werden.
Besonders empfehlenswert sind Schwimmen oder Gymnastik im seichten Wasser. Das Wasser entlastet durch seinen Auftrieb die Gelenke und ermöglicht so eine schonende Bewegung. Gezieltes Training von Becken- und Schließmuskulatur kann sich ebenfalls positiv auf Verdauungs- und gezielt Hämorrhoidialleiden auswirken. Eine einfache Übung ist hier das Zusammenpressen der Beckenmuskulatur: Ca. zehnmal mal täglich Scheide und After fest zusammenpressen und nach einer kurzen Haltephase wieder entspannen. Dies kann zudem einer Blasenschwäche und Harninkontinenz vorbeugen.

So können die Beschwerden gelindert werden

Manchmal erfassen die Analvenenthrombosen die ganze Rundung des Afters. Zu sehen sind dann dunkelblaue Knötchen. Das sind Blutgerinnsel in den Venen am äußeren Analrand, die sehr schmerzhaft sein können. Kleinere Thrombosen verschwinden nach ein bis zwei Wochen wieder. Größere kann ein Arzt unter lokaler Betäubung entfernen.

Homöopathie:
Hamamelis (Zaubernuss) Salben und Zäpfchen, lindern Juckreiz und beugen Entzündungen vor. Außerdem hat Hamamelis blutstillende Eigenschaften. Bei stark juckenden und schmerzhaften Hämorrhoiden, Nux vomica (Brechnuss). Ist die Haut am After rot und entzündet, kann Sulfur (sublimierter Schwefel) zum Einsatz kommen. Sowohl die Brechnuss als auch Sulfur liegen in Form von Globuli vor.

Eine rasche Linderung kann auch mit verschiedenen anderen Salben und Zäpfchen erreicht werden. Ihre Mutter und Kind Apotheke berät Sie gerne.