Ernährung

WANN BRAUCHT DAS BABY WAS?

WIELANGE SOLL GESTILLT WERDEN?

WANN KANN ES BEIKOST BEKOMMEN?

WELCHE LEBENSMITTEL ZUERST?


In den ersten vier Lebensmonaten ist die Ernährung des Neugeborenen noch recht unkompliziert. Das Baby sollte in dieser Zeit ausschließlich gestillt werden, denn mit der Muttermilch bekommt es alles was es braucht.
Wenn Sie aus irgendwelchen Gründen nicht stillen können oder wollen, bekommt das Baby in den ersten Monaten eine spezielle Babymilchnahrung. Auch diese enthält alle wichtigen Nährstoffe, damit sich das Kind gesund entwickelt. Getränke sind nach dem Baby-Ernährungsplan in diesem Zeitraum noch nicht notwendig, da Muttermilch oder Milchnahrung auch den Durst des Babys stillen.

ZUSÄTZLICHE FLÜSSIGKEIT?

Muttermilch, und auch die industriell hergestellte Säuglingsmilch, ist anders zusammengesetzt als Kuhmilch und stillt den Flüssigkeitsbedarf des Babys in den ersten vier bis sechs Monaten zuverlässig.
In dieser Zeit ist es daher in der Regel nicht notwendig, dem Baby zusätzlich zu trinken zu geben. Nur an besonders heißen Tagen oder bei Fieber oder Durchfall kann zusätzliche Flüssigkeit notwendig werden.

Mit Beginn der Beikost ist es ratsam, dem Baby zu jeder Mahlzeit ein Getränk anzubieten. Zu diesem Zeitpunkt noch nicht zum Ausgleich der Flüssigkeitsbilanz, denn solange nur ein oder zwei Milchmahlzeiten durch Beikost ersetzt werden, bekommt das Kind durch die anderen Mahlzeiten immer noch ausreichend Flüssigkeit. Vielmehr gewöhnt man das Baby daran diese Alternative frühzeitig zu akzeptieren. 200 Milliliter täglich reichen zu diesem Zeitpunkt in aller Regel aus.

Je mehr Milchmahlzeiten wegfallen, und je mehr Beikost gefüttert wird, desto mehr sollte das Baby zusätzlich trinken. Spätestens mit Einführung der dritten Breimahlzeit wird ein zusätzliches Getränk wirklich notwendig, da der Durst des Babys nicht mehr ausreichend durch die Milchnahrung gestillt werden kann. Die tägliche Trinkmenge sollte nach und nach auf mindestens 400 Milliliter pro Tag gesteigert werden.
Am besten geeignet sind Wasser ohne Kohlensäure oder ungesüßte Tees.

5. BIS 7. MONAT

Ab Ende des vierten Monats bis zum sechsten Monat steht fürs Baby Beikost einführen auf dem Ernährungsplan. Denn etwa in diesem Zeitraum deckt die Milchernährung alleine den Energie- und Nährstoffbedarf nicht mehr ausreichend.

Für Eisen und andere wichtige Nährstoffe sieht der Baby-Ernährungsplan nun den Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei vor. Das FKE empfiehlt, diese Mahlzeit für mittags. So bleibt genügend Zeit um die Nahrung bis zum Schlafengehen zu verdauen. Passt es besser in den Tagesablauf, die Mahlzeit am Abend zu füttern, ist das ebenso möglich und mit dem Baby-Ernährungsplan vereinbar.

6. BIS 8. MONAT

Wenn sich das Baby etwa einen Monat an die neue Mahlzeit gewöhnt hat, kann es nun die zweite Breimahlzeit, den Milch-Getreide-Brei bekommen. Der Baby-Ernährungsplan empfiehlt, mit diesem Brei üblicherweise die Milchmahlzeit am Abend zu ersetzen. Wenn zu dieser Tageszeit der Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei gefüttert wird, dann passt der Milch-Getreide-Brei auch am Morgen in den Speiseplan.

Der Flüssigkeitsbedarf steigt mit dem zweiten Brei weiter an. Das Baby sollte jetzt ein Fläschchen Wasser, Tee oder Fruchtschorle mehr bekommen...

7. BIS 9. MONAT

Nach einem weiteren Monat Gewöhnungsphase steht auf dem Baby-Ernährungsplan der dritte Brei. Der Getreide-Obst-Brei ist eine besonders vitaminreiche Zwischenmahlzeit, deswegen ersetzt sie entweder am Vormittag oder am Nachmittag eine weitere Milchmahlzeit. Zwei Milchmahlzeiten und drei Breimahlzeiten, sieht der Speiseplan des Babys nach dem Baby-Ernährungsplan, etwa am Ende des neunten Monats vor.

Ausreichend Flüssigkeit ist zu diesem Zeitpunkt sehr wichtig...

AB DEM 10. MONAT

Etwa ab dem 10. Monat haben die meisten Babys in der Regel von sich aus ein natürliches Interesse an festen Nahrungsmitteln. Das ist auch laut dem Baby-Ernährungsplan der richtige Zeitpunkt, um die Breimahlzeiten nach und nach mit der Familienkost abzulösen.

  • Der Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei kann jetzt in eine warme Mahlzeit übergehen
  • Der Milch-Getreide-Brei kann von einer Brotmahlzeit, gegebenenfalls begleitet von einem Glas Milch, abgelöst werden
  • Den Getreide-Obst-Brei ersetzen zwei Zwischenmahlzeiten aus Früchten, Joghurt oder Gemüse am Vormittag und Nachmittag
  • Schließlich wird auch die letzte Milchmahlzeit durch eine Brotmahlzeit oder ähnliches ersetzt

ALLERGIE GEFÄHRDETE KINDER

Muttermilch ist die beste Vorbeugung gegen die Entwicklung einer Allergie, deshalb sieht der Baby-Ernährungsplan in den ersten vier Lebensmonaten keine besonderen Regelungen für gestillte allergiegefährdete Babys vor.
Bekommt das Baby Flaschennahrung, empfiehlt der Baby-Ernährungsplan die Verwendung einer sogenannten HA-Nahrung. HA steht für „hypoallergen“ und bedeutet, dass das Milcheiweiß in der Milchnahrung aufgespalten wurde. Dadurch wird sie für allergiegefährdete Babys verträglicher.
Spezielle Beikost für allergiegefährdete Kinder?

Für die Beikost gelten für allergiegefährdete Babys heute in der Regel keine gesonderten Richtlinien mehr. Das FKE rät davon ab Lebensmittel zu meiden, die im Verdacht stehen eine Allergie auszulösen.

Der Baby-Ernährungsplan empfiehlt das Immunsystem des Babys schon früh mit verschiedenen Fremdallergenen zu konfrontieren, um so die Toleranzentwicklung zu fördern und Allergien vorzubeugen. Da neue Lebensmittel beim Beikoststart ohnehin idealerweise einzeln und nacheinander eingeführt werden, können Eltern eventuell auftretende Unverträglichkeiten leicht identifizieren und weitere Schritte mit dem Kinderarzt besprechen.